Wer sich von den willkürlich eingestreuten Sexszenen in Megalopolis irritiert gezeigt hat, kann aufatmen: Bei Caligula, mit dem Megalopolis oft verglichen wird, wurden die Hardcore-Sexszenen der Kinofassung von 1979 für den Ultimate Cut (2024) entfernt.
Trotzdem ist die neue Version länger, denn es wurde unveröffentlichtes Material hinzugefügt und für manche Szenen wurden alternative Einstellungen genutzt. Die Szenen wurden neu arrangiert, wodurch Filmfehler bereinigt werden konnten.
Der "schamlose Müll" (Filmkritiker Roger Ebert) ergibt jetzt mehr Sinn und ist mutmaßlich leichter verdaulich.
Die Entstehungsgeschichte ist selbst filmreif: Nachdem Regisseur Tinto Brass den Film abgedreht hatte, "schlich" sich Produzent Bob Guccione (Penthouse Magazin), zurück ans Set und drehte die Hardcore-Szenen. Brass wurde verboten, am Schnitt zu arbeiten. Die Produzenten übernahmen und fügten die freizügigen Aufnahmen hinzu.
Autor Gore Vidal, Regisseur Tinto Brass und Darsteller Peter O'Toole (Lawrence von Arabien) distanzierten sich von dem Film.
Hauptdarsteller Malcolm McDowell (A Clockwork Orange) begrüßte den Neuschnitt, denn er hält seine Darstellung des Caligula für eine seiner besten schauspielerischen Leistungen.
Helen Mirren verteidigte das Machwerk als "irresistible mix of art and genitals".
Aber lasst euch nicht täuschen, auch für den Ultimate Cut gilt: Eintritt ab 18 Jahren!
Caligula: The Ultimate Cut (OV) läuft am 20.05.25 um 20:00 Uhr im Audimax, Darmstadt.
Veröffentlicht am 20.5.2025